Aber sicher! E-Procurement-Lösungen aus der Cloud mit Talent für Industrie 4.0

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Johannes Wiedmann, Senior Product Manager, Onventis GmbH

 

Effizienz und Datensicherheit sind elementare Kriterien im digitalen Industriezeitalter. Denn immer mehr Unternehmen nutzen IT-Lösungen und mobile Anwendungen in der Cloud, um Prozesse zu beschleunigen und Kosten zu reduzieren. Auch im Supply Chain Management und der Beschaffung sind Cloud-Plattformen externer Anbieter und mobile Lösungen verstärkt gefragt. Kombiniert mit einer zielorientierten Industrie-4.0-Strategie sind Firmen damit bestens für ihre Entwicklung gewappnet.

Laut einer globalen Studie zum Thema Industrie 4.0 ist die Nutzung digitaler Lösungen für Firmen primär mit dem Wunsch verbunden, die Prozesseffizienz zu erhöhen und gleichzeitig operative Kosten zu senken [1]. Die Investition in entsprechende Anwendungen nimmt parallel zu diesen Bedürfnissen zu. Waren es im Jahr 2014 noch 3,3 Prozent des Jahresumsatzes, den die 513 befragten deutschen Studienteilnehmer dafür ausgeben wollten, so sind es aktuell 4,6 Prozent. Innerhalb der kommenden fünf Jahre werden laut Prognose 82 Prozent der Unternehmen hoch digitalisiert arbeiten.

Durchgängige digitale Beschaffungsprozesse – noch die Ausnahme

Vielen Unternehmen fehlt noch eine zielstrebige Industrie-4.0-Strategie [2]: nur 14 Prozent der Unternehmen verfolgen hier eine konkrete oder sehr konkrete Taktik. Weiterhin beurteilen zwar 83 Prozent den elektronischen Datenaustausch entlang der Supply Chain als hoch relevant und 92 Prozent üben ihn aktiv mit Lieferanten aus. Doch die logistischen Dienstleister, die die zweitwichtigste Gruppe der Geschäftspartner nach den Lieferanten bilden, müssen vielfach noch konventionelle Wege gehen: Nur etwa jedes zweite Unternehmen bindet sie aktiv in den digitalen Austausch ein.

Und auch Einkauf und Supply Chain Management (SCM), die wesentlich zur Entwicklung einer erfolgreichen Industrie-4.0-Strategie beitragen, werden von 45 Prozent der Befragten nicht an der Entwicklung einer solchen Strategie beteiligt, acht Prozent verzichten sogar ganz darauf, diese Bereiche zu informieren. Nur wenige Unternehmen nutzen also durchgängig digitale Beschaffungslösungen, die anderen sind nach wie vor auf zusätzliche manuelle Prozesse angewiesen.

Vernetzung in Echtzeit

Eine durchgängige Digitalisierung von Prozessen ist aber auch bezüglich der Supply Chain immens wichtig – denn werden externe Lieferanten und Dienstleister nur über Umwege eingebunden, gehen die Optionen zur Konsolidierung oder zu Datenauswertungen für das Risikomanagement verloren. Mit Hilfe der Vernetzung in Echtzeit lassen sich Synergien bündeln, Prozesse schneller abwickeln, die Effizienz der Lieferkette nachhaltig steigern und Bestellkosten senken. Um die genannten Aufgabenstellungen sinnvoll und nachhaltig umzusetzen, wird als Basis eine ganzheitliche E-Procurement-Plattform aus der Cloud eingesetzt, beispielsweise TradeCore Buyer von Oventis, die auf einem intuitiven, nutzerfreundlichen Konzept basiert. Dabei ist diese vollständig in alle gängigen ERP-Systeme integrier- und direkt nutzbar.

Ein weiterer Schritt geht in Richtung Mobile Procurement: Vorrangige Funktionen sind hier die schnelle Freigabe von Bedarfsanforderungen, Bestellungen, Leistungsnachweisen und Rechnungen durch Bedarfsträger ebenso wie durch den Einkäufer, die Buchhaltung und die Lieferanten. Durch diese automatisierten und lückenlos digitalen Prozesse haben die involvierten Mitarbeiter mehr Zeit für strategische Beschaffung, die Qualität im Einkauf wächst.

Cloud Services Made in Germany

Sicherheitsbedenken bleiben nach wie vor die größte Hürde beim Cloud-Einsatz – Anwender legen großen Wert auf skalierbare, sichere und rechtskonforme Lösungen. Dafür sorgen Unternehmen unter anderem mit Datenhaltung in zertifizierten deutschen Hochsicherheitsrechenzentren.

Anbieter wie Onventis engagieren sich darüber hinaus in der Initiative „Cloud Services Made in Germany“ und sind Mitglied im Cloud Ecosystem – mit dessen Trust-in-Cloud-Zertifikat die Lösung TradeCore ausgezeichnet wurde. Maßgeblich für diese Zertifizierung sind verschiedene Kategorien, unter anderem Referenzen, Datensicherheit, Qualität der Bereitstellung, Entscheidungssicherheit, Vertragsbedingungen, Service-Orientierung und Cloud-Architektur. Die Prüfung erfolgt anhand einer standardisierten Checkliste, um Cloud-Lösungen vergleichbar zu machen und Unternehmen zur qualifizierten Entscheidungsfindung in ihrem Auswahlprozess zu unterstützen.

Enterprise Mobility – essenziell für den Einkauf

Neben der engeren Einbindung von Einkauf und SCM in die Geschäftsabläufe sowie der Gewährleistung der Datensicherheit rückt ein weiteres Element in den Fokus: die wachsende Mobilitätsrate. Selbst dann, wenn sie nur vorübergehend oder nie am Unternehmenssitz aktiv sind, benötigen Mitarbeiter im Einkauf einen Zugriff auf alle für sie relevanten Vorgänge und Daten.

Den gleichen Schritt zur stetigen und ortsunabhängigen Verfügbarkeit von Informationen streben Unternehmen mit der Integration mobiler Endgeräte in die Geschäftsabläufe an. Befragt nach den Chancen, die sie mit der Nutzung mobiler Anwendungen verknüpfen, nannten 63 Prozent der Unternehmer die Steigerung der Effizienz, gefolgt von 53 Prozent, die eine höhere Erreichbarkeit als positiven Effekt erkennen. Dies geht aus einer Research Note von techconsult [3] hervor. Knapp die Hälfte der Unternehmen verbindet mit mobilem Arbeiten Kostenreduktion und 44 Prozent der Umfrageteilnehmer erhöhte Wettbewerbsvorteile.

Apps – Garanten für die Usability

Die Vorteile von Cloud-Lösungen und Apps liegen auch für das Supply Chain Management auf der Hand: Sie lassen sich schnell weltweit ausrollen und dezentral nutzen. Zudem sind sie stets durch den Anbieter in aktueller Version und in Echtzeit verfügbar und im Hinblick auf den Datenschutz in zertifizierten Rechenzentren weitaus sicherer als in manch eigener IT-Systemlandschaft. Ergänzend bieten mobile Applikationen für Smartphone und Tablet grenzenlose Prozessverfügbarkeit, Handlungsfreiheit und sekundenschnelle Reaktionsmöglichkeiten.

Bei der Entwicklung mobiler Anwendungen führen Hersteller darüber hinaus die besonderen Möglichkeiten ins Feld, die Mobile Devices für Prozessoptimierungen bieten. So lässt sich zum Beispiel Bar-/QR-Code-Scanning integrieren: Derartige Optionen sind grundlegend, denn heute erwarten Anwender nicht nur ein Nutzererlebnis, wie sie es von ihren Geschäftsanwendungen kennen, sondern auch eine Usability, die mit Consumer-Anwendungen mithalten kann.

Résumé

Unternehmen optimieren ihr Supply Chain Management mit elektronischen Beschaffungslösungen – E-Procurement-Lösungen aus der Cloud erhöhen die Prozesseffizienz und mindern Kosten. In Kombination mit einer zielorientierten Industrie-4.0-Strategie gelingt es auf diese Weise, die Herausforderungen des digitalen Wandels zu bewältigen.

www.onventis.de

Der IT-Lösungsanbieter Onventis unterstützt seine Kunden im Ein- und Verkauf unter dem Motto ‚Connecting Buyer and Supplier‘ mit effizienten und sicheren Beschaffungslösungen aus der Cloud. Seit der Gründung im Jahr 2000 etablierte sich der Cloud-Pionier als internationaler Experte für strategische und operative Beschaffung in einem ganzheitlichen digitalen Workflow.

Referenzen

[1]              PwC, Research Industry 4.0: Building the digital enterprise, siehe: http://www.pwc.com/gx/en/industries/industry-4.0.html

[2]              Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Universität Würzburg (Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky), HTWK Leipzig (Prof. Dr. Holger Müller), Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich (BMÖ), Studie „Industrie 4.0: Wie verändern sich die IT-Systeme in Einkauf und SCM?“, siehe: http://www.cfsm.de/fileadmin/Downloads/Studien/I40/Studie_Industrie_4_0_2016.pdf

[3]              techconsult Research Note Mobile Security, siehe: https://business-services.heise.de/specials/erfolgsfaktor-it/home/beitrag/techconsult-research-note-mobile-sicherheit-2905.html